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Ereignisse
1938
Oktober

Hauswirtschaftsschulung im BDM-Werk

Die bisherige zusätzliche Berufsschulung von weiblichen Jugendlichen auf dem Land werden nach Gründung des BDM-Werks von "Arbeitsgemeinschaften für bäuerliche Berufsertüchtigung" abgelöst, die vom Reichsnährstand finanziert und vom BDM durchgeführt werden.

Diese Arbeitsgemeinschaften werden von Fachkräften geleitet, u.a. von landwirtschaftlichen Lehrerinnen. Da deren Zahl jedoch nicht ausreicht, bildet der BDM gemeinsam mit der Landesbauernschaft weitere Kräfte heran. Dazu werden Mädchen mit fachlichen Vorkenntnissen in dreiwöchigen Kursen geschult und "auf ihre Eignung hin geprüft".

Im Gau Köln-Aachen läuft im Oktober 1938 bereits der dritte Kursus, diesmal in Marienheide in dem Heim, das die Gemeinde kürzlich für die HJ gebaut hat. Die Teilnehmerinnen wurden vom Kreisbauernführer und der Untergauführerin ausgewählt. Während des Kursus sind sie in drei Gruppen aufgeteilt: Hausarbeit, Kochen und Werkarbeit. Die Leitung übernimmt ein Mädchen, das damit seine Lehrprobe ablegt. Neben der Schulung stehen auch Heimabende, ein Dorfabend und Ausflüge auf dem Programm. Zudem werden Referate über Bauerngeschichte, Volkstumsarbeit u.a. gehalten. Nach dem Kursus werden die Jugendlichen als Leiterin einer Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Berufsertüchtigung eingesetzt.

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