Gebietsarzt bescheinigt Teilnehmern der Sommerlager guten Gesundheitszustand
Der Oberarzt der Universitäts-Kinderklinik und Gebietsarzt des Gebietes Mittelrhein, Dozent Dr. Joppich, führt an 709 Jungen, die an den Zeltlagern der mittelrheinischen HJ teilnehmen, Untersuchungen durch und bescheinigt ihnen einen guten Gesundheitszustand. Die Untersuchungen beginnen am Tag des Lagerbeginns und werden nach einem einheitlichen Muster weitergeführt. Die alle vier Tage bei drei Gruppen vorgenommenen Gewichtprüfungen ergeben bei den Normal- und Untergewichtigen eine Gewichtszunahme. An Krankheiten werden nur (witterungsbedingt) einige Fälle von Durchfall, Hauterkrankungen und 29 Erkältungen behandelt.
Nach dem Lager werden an 170 Eltern Fragebögen mit sechs Fragen über die Wirkung des Lagers verteilt, die Auskunft über "Aussehen, Kräftezustand, Appetit, Schlaf, Stimmung und Redsamkeit" erbitten, darüber hinaus auch Stellungnahmen, Anregungen, Kritik und Vorschläge. Davon wird auf sieben vermerkt, das Lagerleben sei zu unruhig für das Kind gewesen, auf fünf, das Kind habe abgenommen. Die anderen seien, so der Westdeutsche Beobachter, "mit den Wirkungen des Lagers restlos befriedigt".
Damit seien, so der WB weiter, die "berechtigten Erwartungen, die die Elternschaft an die HJ sowohl im Hinblick auf die charakterliche Erziehung als die körperliche Betreuung ihrer Kinder knüpfte [...], restlos erfüllt".