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Ereignisse
1938
Juli

Großfahrten des Obergaues Mittelrhein

Im Sommer 1938 werden die Mädchen, die vom Obergau Mittelrhein an einer Großfahrt teilnehmen, zum ersten Mal mit einem Sonderzug zu ihren Ziel gebracht. Der Sonderzug "Hochland" fährt am 25. Juli 1938 nach Augsburg und München. Eine dritte Gruppe fährt bis Salzburg weiter. In den drei Städten werden die Mädchen in Gruppen von 15 bis 20 Teilnehmerinnen unterteilt und wandern durch die Berge mit dem Zielort München. Am 10. August geht es zurück nach Köln.

An den Fahrten nehmen insgesamt 500 Mädchen teil. Um ihre Erholung zu garantieren, sind zwischen den Wandertagen längere Aufenthalte in Jugendherbergen geplant. Zur Betreuung und "Überwachung" der Gruppen ist eine Zentralstelle eingerichtet worden, die für alle Fahrtengruppen zu erreichen ist. Sie befindet sich zunächst in Lindau, dann in Urfeld und zuletzt in Salzburg.

Die Fahrtengruppen des Obergaues Mittelrhein, die im Sommer 1938 durch die bayrischen Berge wandern, besuchen auch Salzburg. Dort werden sie, so der Westdeutsche Beobacher, herzlich begrüßt und nach ihrer Heimat und ihrer Fahrt befragt.

Am 1. August 1939 fahren 80 Mädchen aus dem Obergau Köln-Aachen von Köln nach Passau, von wo sie mit dem Schiff nach Wien weiterfahren. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt reisen sie weiter in ihr diesjähriges Fahrtengebiet, die Steiermark. Auch die ersten Fahrtengruppen, die das bayerische Hochland als Ziel haben, sind bereits unterwegs.

Alle Fahrtengruppen treffen sich am 8. August 1938 in München, wo diejenigen Mädchen, die auf der Hinfahrt noch nicht dort waren, die Stadt besichtigen können. Am nächsten Tag wird gemeinsam die Heimreise nach Köln angetreten, wo sie von der Stabsleiterin des Obergaues, Gauführerin Hilde Halst, begrüßt werden, bevor sie in ihre Heimatorte weiterfahren.

In der Rückschau wird die Fahrt nach Oberbayern am 11. August 1938 im Westdeutschen Beobachter als sehr gelungen dargestellt. Die Mädchen in den einzelnen Fahrtengruppen hätten sich schnell zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, da sie alle aus den selben Untergauen stammten und teilweise von der jeweiligen Untergauführerin selbst geleitet wurden.

Jede Gruppe bekam einen eigenen Fahrtenplan, der mehrtägige Aufenthalte in einer Jugendherberge vorsah. Dadurch hätten sie Zeit zum Baden, Spaziergängen und Faulenzen gehabt. Fast alle Gruppen hatten die Möglichkeit, Salzburg zu besuchen. Manche waren auch in Braunau, um das Geburtshaus Hitlers zu besichtigen. Am letzten Tag trafen sich alle in München, wo sie unter anderem zu den "Ehrentempeln am Königlichen Platz" und zur Feldherrenhalle gingen. Danach ging es über Köln zurück in die Heimatorte.

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