Werbung für "Glaube und Schönheit" im Obergau Mittelrhein
Im Obergau Mittelrhein werden Mitte Juli 1938 in allen Untergauen die ersten Gemeinschaftsabende für das BDM-Werk "Glaube und Schönheit" durchgeführt, die zur Werbung für die einzelnen Arbeitsgemeinschaften dienen. Auf den Abenden sprechen die Stabsleiterin, Gauführerin Hilde Halft, oder die Beauftragte für das BDM-Werk, Untergauführerin Aenne Maaßen.
Im gesamten Obergau sind bis Juli 1938 150 Arbeitsgemeinschaften für 17- bis 21-jährige BDM-Angehörige eingerichtet worden, die teils schon arbeiten oder in der zweiten Julihälfte ihre Arbeit aufnehmen. Für den Herbst ist eine Werbeaktion geplant, bei der 17- bis 21-jährige Jugendliche gewonnen werden sollen, die noch nicht dem BDM angehören.
Laut Westdeutschem Beobachter besteht in den Untergauen großes Intersse an den Arbeitsgemeinschaften, vor allem an Sport, Gymnastik, Kochen, Nähen, Kleidung und Schmuck, Werkarbeit und Heimgestaltung. Mit der Anmeldung für eine Arbeitsgemeinschaft verpflichten sich die Jugendlichen für eine einjährige Teilnahme. Anschließend können sie eine andere Arbeitsgemeinschaft wählen.
Für die Leitung der Arbeitsgemeinschaften werden auf allen Gebieten ausschließlich Fachkräfte eingesetzt, sowohl BDM-Führerinnen mit der entsprechenden Qualifikation als auch Fachkräfte von außen, die für ihre Aufgabe entsprechend geschult werden.