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Ereignisse
1944
Mai

Schulschließungen und Verschickung

In der Chronik der Kölner Katholischen Volksschule Vorgebirgstraße I heißt es über eine Sitzung zur Vorbereitung von Schulschließungen in den Bezirken I-III und der anschließenden Verschickung:

„Am 15. Mai findet unter Vorsitz des Bürgermeisters Niemeyer und dem Regierungsrat Dr. Broich im Schulamt Lindenallee eine Sitzung für die aufzulösenden Schulen der Bez. I, II und III statt. Bekanntgegeben wird der Organisationsplan. 1.-3. Schuljahr kommt in Privatpflege Kreis Berheim, 4.-7- Schuljahr KLV-Lager 1) Werdau a.d.Pleiße (Siechenhaus), 2) Deuberitz b. Zwickau (Schützenhaus). Neben dieser amtlichen Verschickung gestattet man die Privatverschickung. Entscheidend ist, möglichst viele Kinder aus Köln herauszubringen (...) Kindern, die in Köln bleiben, dürfen keine Steigezeugnisse erteilt werden, offenbleibende Kölner Schule dürfen keine Zollstocker Kinder aufnehmen, ebenso die Randgemeinden Efferen, Rodenkirchen, wenn keine polizeiliche Ummeldung erfolgt. Klassenlehrer und Kinder sollen möglichst zusammenbleiben. Für lagerunfähige oder verschickungsunfähige Kinder ist eine Sonderbeschulung vorgesehen.(...) Jedes Kind erhält einen Werbezettel für die Landverschickung ausgehändigt.“

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