Weihnachtsgruß des Rheinischen Provinzialausschusses
Im Dezember wird folgender „Weihnachtsgruß des Rheinischen Provinzialausschusses für Innere Mission an evakuierte Rheinländer“ verschickt:
„Liebe Landsleute vom Rhein!
Wenn in diesen Tagen unsere Weihnachtsgrüße hinausgehen, dann sollen auch Sie nicht vergessen sein. Wie könnten wir Sie vergessen! Jeden Tag, an dem wir durch die Ruinen unserer rheinischen Städte gehen, denken wir derer, die einmal in diesen jetzt zerstörten Häusern wohnten. (...)
Da wandern dann unsere Gedanken aus den heimatlichen Gauen weithin über die deutschen Lande zu den Bezirken, in denen die, die hier heimatlos wurden, Zuflucht suchten und Aufnahme fanden. Aufnahme, ja - und doch nicht Heimat. (...)
Das Sehnen nach der Heimat, da die Tage der Kindheit liegen, da Mann und Frau im festen, frohen Schaffen standen, da das Erinnern der Alten an tausend kleinen und doch so bedeutungsvollen Dingen hängt, - das Sehnen nach der Heimat bleibt. Und weil wir, die wir blieben, darum wissen, geht unser Gedenken gerade in der Weihnachtszeit doppelt herzlich zu denen hinüber, die in der Ferne sind: zu unseren feldgrauen Brüdern an den Fronten, zu unseren landverschickten Kindern, zu den Müttern, die mit ihren Kindern in der Fremde weilen und zu den Alten, die noch aus der Heimat mussten.“