Rekrutierung und Ausbildung von Lagermannschaftsführern
Im Sommer 1944 sucht man Lagermannschaftsführer. In der Juli/August-Ausgabe des „Siling. Elternbrief der Erweiterten Kinderlandverschickung“ in Niederschlesien heißt es hierzu:
„Lagermannschaftsführer für die KLV
Die Lagermannschaftsführer für die KLV-Lager werden durch die Schüler der Klassen sechs bis acht der höheren Schulen und der Klasse sechs der Mittelschulen bestellt, soweit nicht Einsatz als Luftwaffenhelfer besteht. Vor dem Einsatz werden die Lagermannschaftsführer in einer KLV-Schule auf ihre Aufgaben vorbereitet. Um aber auch den erforderlichen Schulunterricht für sie zu gewährleisten, wird während des Einsatzes die notwendige Zeit zur schulischen Fortbildung gegeben. Soweit die Lagerleiter oder Lagerlehrer die erforderliche Lehrbefähigung besitzen, erteilen sie den Lagermannschaftsführern Unterricht, und zwar möglichst in den Ausmaßen des Unterrichts für Luftwaffenhelfer. Der Reichserziehungsminister hat darüber hinaus im Einvernehmen mit den KLV-Dienststellen jetzt angeordnet, dass die Lagermannschaftsführer künftig nur für drei Monate eingesetzt und dann wieder abgelöst werden. Ferner besteht die Möglichkeit, dass während des Einsatzes die Lagermannschaftsführer von der Heimatschule regelmäßig Schulaufgaben übersandt erhalten. Die Heimatschule hat dann auch später dafür zu sorgen, dass etwaige Unterrichtslücken ausgeglichen werden.“