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Ereignisse
1944
März

KLV-Transport gescheitert

Am 28. Februar 1944 kündigt der KLV-Gausschulungsbeauftragte für Bonn einen neuen Transport an: „Am 15. März geht wieder ein Transport der KLV, und diesmal nach dem Gau Sudetenland, und zwar werden schöne Lager in und um die Badeorte Karlsbad, Marienbad und St. Joachimsthal von unserm Gau belegt. Die Werbung für diesen Bezirk wird sich gewiss leichter gestalten und hoffe ich, dass der Transport am 15. März voll besetzt vor sich gehen kann. Meldetermin ist der 10. März.“

Am 1. März 1944 wird der Bonner Schulrat über dieses Vorhaben informiert:

„Am 15.3. geht ein Transport der KLV in den Sudetengau und zwar in die Badeorte Karlsbad, Marienbad und St. Joachimsthal. Die Einzelmeldungen hierzu, auch die Einzelmeldungen im Rahmen der verstärkten Werbung in den Randschulbezirken der Stadt während der vergangenen Woche, erledigt vom 4. bis 7. Schuljahr die KLV-Abteilung des Bannes der HJ, Kaiserstr. 52, während alle Meldungen zur Einzelverschickung vom 1. bis 3. Schuljahr und die Meldungen zur Verschickung von Kindern in Begleitung ihrer Mütter vom 1. bis 7. Schuljahrs von der NSV-Kreisamtsleitung, Bonn, Kaiserstr. 113, bearbeitet werden. An diese beiden Stellen sind also jeweils die Meldungen zu richten. Das in Anlage beigefügte Schreiben geht an alle Schulleiter der Volksschulen der Stadt Bonn.“

In der genannten Schreiben werden die Schulleiter darüber informiert, dass die Verschickung soll möglichst klassenweise erfolgen soll: „Es ist zu erwarten, dass für diesen Versand in die schönsten Lager des Sudetengaues geschlossene Klassen vom 4. bis 7. Schuljahr sich melden. Knaben und Mädellager stehen zur Verfügung.“

Bereits am 4. März 1944 muss der Bonner KLV-Beauftragte mitteilen: „Der für den 15. März angesagte KLV-Transportzug ist auf den 18. März verschoben worden. Um zu erreichen, dass die Bonner Jungen und Mädel in geschlossenen Klassen   unter Bonner Lehrern und Lehrerinnen die KLV-Lager in den vorgesehenen Badeorten beziehen können, bitte ich die Herren Schulleiter, die Werbung auf die kombinierten 4. u. 5. Schuljahre und auf die kombinierten 6. u. 7. Schuljahre zu konzentrieren.“

Am 13. März verkündet er dann die endgültige Ansage dieses Transports:

„Laut beigefügter namentlicher Liste liefen an Meldungen ein für die Knabenlager des 4. und 5. Schuljahres 12, für jene des 6. und 7. Schuljahres 6, für die Mädellager des 4. und 5. Schuljahres 4, für jene des 6. und 7. Schuljahres 6, d.h. insgesamt 28.

Da für kein Lager die Lagerstärke, etwa 40-50 Jungen oder Mädel, erreicht ist, muss die Versendung der Gemeldeten für den nächsten Transport (voraussichtlich am 20. April) verschoben werden. Ich bitte um intensive Werbung, damit der Plan, Bonner Konder unter Bonner Lehrern oder Lehrerinnen in geschlossene Bonner Lager, durchgeführt werden kann.

Für die 1. - 3. Schuljahre der Bonner Schulklassen im Kreise Guhrau können weitere Meldungen von Kindern ohne Mütter an den Bann der Hitler-Jugend Abtlg., KLV, Kaiserstr. 52, eingereicht werden. (Für 1.-3. Schuljahr die Formulare der NSV zu benutzen.“

An 6 von 12 Bonner Schulen war die Werbung für den Transport völlig erfolglos geblieben („Fehlanzeige“):

Schule Windeckstraße, Schule Theaterstraße, Schule Dorotheenstraße I und II, Schule Heerstraße, Schule Kessenich, Sandstraße.

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