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Ereignisse
1944
März

Desaströse Unterrichtsverhältnisse

In der Chronik der Kölner Volksschule Baadenberger Straße wird unter dem 1. März 1944 notiert:

„Seit geraumer Zeit wird die Schule in ihrer unterrichtlichen und erziehlichen Wirksamkeit stark gehemmt. Die Ursachen liegen in dem das gewöhnliche Maß weit überschreitenden Ausfall von Lehrkräften durch Krankheit, wodurch Klassenkombinationen und Aufteilungen notwendig sind, die ein zielbewusstes und planmäßiges Arbeiten sehr erschweren. Ein weiterer Grund ist die häufige Unterbrechung des Unterrichtes durch Fliegeralarm. Manchmal war es notwendig, zwei- bis dreimal während des Unterrichts nach Vorschrift das Untergeschoß des Schulhauses aufzusuchen. Die Unterbrechungen dauerten oft bis zu 2 Stunden. Hierbei ist nicht nur der Unterrichtsausfall zu beklagen; der gemeinsame Aufenthalt von etwa 1000 Kindern in einem langen engen Flur, der weder genügend Sitzgelegenheit bietet noch eine Beschäftigung der Schüler ermöglicht durch Mangel an Licht, macht die Schüler unruhig und lockert stark die Disziplin. Meist lässt die starke Ablenkung auch in etwa noch nachfolgenden Lehrstunden es zu nennenswerten Unterrichtserfolgen nicht kommen. - Die Schule ist z.Z. noch in keiner Weise aufgebaut, dass sie auch nur für eine beschränkte Zahl von Schülern Splitter- und Bombenschutz bietet. Während eines Alarms sind die Schüler stets in großer Gefahr.“

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