Axmann am Westwall
Am 23. November 1944 berichtet der „Westdeutsche Beobachter“ darüber, dass Reichsjugendführer Axmann in einer „frontnahen Stadt über den Kriegseinsatz der Hitler-Jugend“, gesprochen habe, der vor allem durch die Schanzeinsätze an den westlichen und östlichen Grenzen des Reiches große Bedeutung erlangt habe. Die steigende Zahl der Kriegsfreiwilligen sei ein „herrlicher Beweis für die Haltung unserer Jugend“. „Mit einer solchen anständigen Jugend müsse man den Krieg gewinnen.“
Danach begibt sich Axmann in Begleitung von K-Gebietsführer Jeckstadt-Borchert auf eine Rundreise und besucht Jugendliche, die zu Schanzarbeiten im Westen eingesetzt sind, um ihnen „den Dank des Führers und des deutschen Volkes“ abzustatten.
Zwei Episoden sollen im Bericht des Westdeutschen Beobachters“ vom 28. November die Einsatzmoral der Jugendlichen illustrieren:
Ein Vierzehnjähriger habe den Reichsjugendführer um die Erlaubnis gebeten, weiter schanzen zu dürfen, obwohl er wegen seines Alters noch nicht zum Einsatz verpflichtet ist.
Einige Jungen hätten versucht, ihre mangelhafte Unterkunft in Frontnähe zu verheimlichen. Axmann habe jedoch ihre Verlegung angeordnet.