Die OfJ Köln-Deutz zur Situation der LWH
Am 30. Juli 1944 berichtet die Oberschule für Jungen in Köln-Deutz über die Situation der Luftwaffenhelfer:
A. Fürsorge.
1. Zufriedenstellend
2. In Ordnung.
3. „ „
4. „ „
5. Im Allgemeinen in Ordnung. Da die Zahl der zu jeder Batt. gehörigen Soldaten auf ein Minimum zusammengeschmolzen ist, und da auch die einzelnen Gruppen der LwH durch Einberufung zum RAD oder zur Wehrmacht immer mehr zusammenschrumpfen, ohne dass ein Zuwachs erfolgt so wird die Gewährung von Urlaub stets schwieriger. Selbst die Erteilung des Halbjahresurlaubs konnte nicht immer eingehalten werden. Die grössten Schwierigkeiten liegen nach wie vor bei der leichten Flak.
B. Erziehung und Unterricht.
1. Wird immer schlechter.
2. Die Teilnahme am Unterricht lässt zu wünschen übrig. Es fehlten bei einer Gruppe im Durchschnitt 16%, bei einer anderen 21%, bei einer dritten bis zu 60%. Gründe: Urlaub, Krankheit, Kommandieren zu Vorposten, zu Kursen, zum Scharfschiessen, Einberufung zu milit. Prüfungen, Untersuchungen, Übungen.
3. In Ordnung.
4. „ „
5. Bei kleineren Disziplinarfällen wurde das Recht der LwH auf Beschwerde gewahrt. In mehreren Fällen traf die Schule die unteren Befehlsstellen. Diese wurden gemaßregelt.
C. Organis. Arbeit der Betreuungslehrer
1. Geht in Ordnung.
2. „ „ „ bis auf Chemie und in einigen Fällen bis auf Physik.
3. Die Kontrolle ist sehr straff und wird doppelt geführt.
4. Gelegentliche kleinere Aussprachen, jeden Monat kleinere Gesamtkonferenzen und ab und zu Konferenzen an der Stammschule. Dauernde Verbindung zwischen Stammschule und Lehrer schafft der LwH durch den Betreuungslehrer.
D. Zusammenarbeit mit dem milit. Dienststellen ist in Ordnung. Es haben sich bisher keine Schwierigkeiten ergeben.
E. Lehrkräfte
Alle Lehrer können die Einheiten mit der Straßen- oder Staatsbahn erreichen. Zuweisung von Bekleidungsstücken ist bisher nicht erfolgt.
F. Fehlanzeige.“