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Ereignisse
1944
April

Schulreform in der Diskussion

Im „Westdeutschen Beobachter“ vom 30. April 1944 setzt sich Peter Schmidt mit der von deren Schriftleiters Fritz Brühl am 9. April 1944 in der „Kölnischen Zeitung“ geäußerten Kritik an der Hauptschule auseinander, deren Einführung als „Träger des nationalsozialistischen Ausleseprinzips“ im Mittelpunkt der Schulreform gestanden habe.

Der vorübergehende Rückgang in der Stoffvermittlung sei ausschließlich zeitbedingt und könne nach dem Krieg mühelos ausgeglichen werden. Davon abgesehen erschöpfe sich der Anspruch des NS-Schulsystems nicht in der Vermittlung von Unterrichtsstoff, da das „Wissen erst seinen Wert durch charakterliche und politische Haltung des Menschen“ erhalte.

„Die Geschichte wird nicht danach fragen, welches Wissen unserer Jugend im Kriege vermittelt worden ist, sie wird aber verzeichnen, dass unsere Jungen als Flakhelfer in den Batteriestellungen standen und Männerwerk in den Einsatztrupps und Feuerwehr der Städte in heldischem Geist vollbrachte und so ihren hohen Zoll für den deutschen Sieg entrichteten.“

Ebenso greift Schmidt die Befürchtung auf, der erzieherische Einfluss des Elternhauses werde insbesondere durch die KLV zugunsten „einer Erziehungsmacht“ (nämlich der Schule) zurückgedrängt. Nicht die Schule trete als autonomer Erziehungsfaktor auf, sondern die NSDAP, deren Hauptanliegen die Verwirklichung der nationalsozialistischen Gemeinschaft sei. Ihre Absicht bestehe jedoch nicht darin, das 2natürliche Erziehungsrecht der Eltern“ infrage zu stellen, zumal der NS in der Familie die „Keimzelle des Staates“ sehe.

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