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Ereignisse
1944
April

Bericht Oberschule Porz zur Situation der LWH

Am 8. April 1944 legt die Oberschule in Porz folgenden Bericht zur Situation der Luftwaffenhelfer vor:

„Solange die Porzer Schüler der Klasse 6 in der hiesigen Flakstellung eingesetzt waren und von hier aus schulisch betreut wurden, war die Fürsorge für die Lwh durchaus zufriedenstellend. Gesundheitliche Schäden sind bei keinem Schüler beobachtet worden; nach dem äußeren gesunden Eindruck, den die Jungen machten, wurde für ausreichenden Schlaf, angepasste Verpflegung und Körperpflege Sorge getragen. Die Unterkünfte waren in Ordnung und die Beurlaubung so regelmäßig und den Wünschen der Schüler entsprechend, dass nie Anlass zu Beschwerden bestand.

Die Erziehung trug militärischen Charakter.

Der Unterricht erfuhr häufige Störungen durch öffentliche Luftwarnung und Fliegeralarm. Zuweilen fielen 2-3 Unterrichtsstunden nacheinander aus. Wegen dienstlicher Inanspruchnahme zur Nachtzeit musste der versäumte Schlaf am Tage nachgeholt werden, so dass Arbeitsstunden und Freizeit verkürzt wurden. Wegen Mangel an Zeit konnten Hausaufgaben selten angefertigt werden, auch für Privatlektüre blieb wenig Zeit und Gelegenheit.

Der Betreuungslehrer fand die Unterstützung der Batterie. Ausreichende Unterrichtsräume standen zur Verfügung; die Batterie gestattete, dass die Schüler an zwei Tagen der Woche zum Unterricht zur Schule gingen. Der Anmarschweg (Schule-Stellung) war nur 2 km, so dass Verpflegung für die Lehrkräfte, Zuweisung von Bekleidung und Gestellung von Fahrzeugen nicht beansprucht wurden.“

Zum Berichtszeitraum hat die Porzer Schule keine Luftwaffenhelferklassen mehr zu betreuen. Die Schüler der Oberschule, die als Luftwaffenhelfer herangezogen werden, „werden von der Oberschule für Jungen in Köln-Deutz übernommen und von dort aus eingesetzt“.

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