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Ereignisse
1944
Februar

Kriegsbedingte Schwierigkeiten bei Durchführung des HJ-Dienstes

Der Bonner Schulrat äußert sich am 14. Februar 1944 in einem Rundbrief an sämtlich Schulen über die „Zusammenarbeit von Schule und HJ“:

„Die kriegsbedingten Schwierigkeiten der schulischen Betreuung der Kinder (Mangel an Räumen und Lehrkräften, Luftschutzrücksichten) schaffen auch für die Arbeit der HJ ungünstige Voraussetzungen.

In Bonn liegen die Verhältnisse bekanntlich so, dass der Mittwochnachmittag durchweg von einer der beiden Schichten, in den meisten Fällen der Mädchenschicht, für schulische Zwecke in Anspruch genommen werden muss, so dass ein geschlossener HJ-Dienst für Jungen und Mädel (mit Ausnahme des Samstags) nicht angesetzt werden kann. Angesichts dieser Sachlage beabsichtigt der Bannführer, den HJ-Dienst für die Bezirke der einzelnen Schulen (außer Samstags) getrennt aufzuziehen. Abgesehen davon, dass die Schule durch die bekannten Anweisungen hierzu verpflichtet ist, wollen wir auch von uns aus im Hinblick auf das gemeinsame Erziehungsziel die Arbeit der HJ in jeder Weise nachdrücklichst unterstützen.

Ich ersuche daher, für Jungen und Mädchen je einen Nachmittag der ersten fünf Schultage der Woche für HJ-Zwecke freizuhalten. Der Bannführer wird sich wegen der Festlegung mit den einzelnen Schulen in Verbindung setzen. Wo sich besondere Schwierigkeiten ergeben oder die Schulinteressen zu stark belastet würden, ist mir zu berichten. Die mit HJ-Dienst belegten Nachmittage bleiben aufgabenfrei.

Für die Schulen Dorotheenstr. II und einige Außenorte mit Gemeinschaftserziehung gilt vorstehende Anordnung sinngemäß.

In die vorzulegenden Gesamtstundenpläne bitte ich in Zukunft einen entsprechenden Vermerk aufzunehmen.“

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