Keine neugebauten HJ-Heime im Bann Weißes Venn
Im Bereich des Bannes 261 (Weißes Venn, entspricht dem Kreis Borken-Bocholt) gibt es Anfang 1938 noch kein einziges neugebautes HJ-Heim. Einzig in der Gemeinde Raesfeld ist zu der Zeit ein Heim mit finanzieller Unterstützung des Kreises Borken und der RJF im Bau (der Rohbau ist Ende 1937 fertig). Es umfasst vier Heimräume zu je 50 qm, einen Büroraum und im Dachgeschoss einen großen Feierraum für etwa 200 Personen.
In Planung sind der Bau von HJ-Heimen in Velen, Suderwick, Burlo, Dingden, Gemen und Rhede; abgesehen von Velen alle in Verbindung mit dem Bau von NSV-Kindergärten.
In allen anderen Orten es Bannbereiches stehen der HJ lediglich Räume in bereits vorhandenen Gebäuden zur Verfügung. In selteneren Fällen wird ihr ein gesamtes Gebäude zur alleinigen Nutzung überlassen, so in Werth das alte Rathaus, in Borken das ehemalige Arbeitervereinshaus und in Rhede das alte Amtshaus. Ansonsten werden der HJ meist Räume in Schulen überlassen, so in Anholt, in Klein-Reken, in Hülsten und in Groß-Reken (weitere derartige Räume sind in Schulen verschiedener Bauernschaftsgemeinden geplant). In Heiden und Bocholt kann die HJ Räume im Jugendheim nutzen, in Weseke Räume im alten Spritzenhaus und im alten Posthaus und in Borken Räume im sogenannten alten Bierstall.