Schulschließungen in Hilden
In einem verwaltungsinternen Schreiben heißt es am 25. August 1944:
„Durchgreifende Maßnahmen zum totalen Kriegseinsatz. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat ein umfassendes Programm zur Einschränkung bzw. teil- und zeitweisen Stilllegung zahlreicher Einrichtungen im gesamten Gebiet des Erziehungswesens aufgestellt. Eine ganze Reihe von Berufsschulen, die nicht unmittelbar kriegswichtigen Zwecken dienen, wie z.B. die Hauhaltungs- und Handelsschulen, werden bis auf weiteres geschlossen. Viele Zehntausende von Jungen und Mädchen, deren gleichaltrige Kameraden und Kameradinnen längst im Kriegseinsatz stehen, und mehrere tausend Lehrkräfte werden dadurch frei. Auch an den Hochschulen werden weitgehende Einschränkungen unter dem Gesichtspunkt der Kriegsnotwendigkeit vorgenommen, wodurch mehrere Zehntausend von Studenten und Studentinnen der nicht unmittelbar kriegswichtigen Fachgebiete zum Einsatz in der Rüstung gelangen können. Insbesondere werden durch die vorgesehenen Maßnahmen im Bereich des Reichserziehungsministeriums mehrere hunderttausend Arbeitskräfte erfasst.“