Wintersonnwendfeier
Das „Rheinische Volksblatt“ berichtet:
„Im winterlichen Weiß leuchtete wie die Fluren ringsum das Holterhöfchen, in dem sich gestern Abend politische Leiter, Parteigenossen, Angehörige der Formationen der NSDAP und der HJ zur Wintersonnwendfeier versammelten.
Ein großer Holzstoß war aufgerichtet, um den sich die Teilnehmer im offenen Viereck aufstellten. Fackelträger der HJ erhellten mit ihren Lichtern die Feierstätte. Die Jugend singt ein Lied, aus dem die Worte klingen: Also ruft die neue Zeit-Kameraden seid bereit! Die Fackelträger entzünden den Holzstoß, dessen Flammen bald knisternd hoch über die Bäume schlagen. Ein Hitlerjunge spricht dabei die Verse: ‚Es leuchtet die Schwelle‘, und dann erschallt das Sonnwendfeuer-Lied ‚Flamme empor‘. Wieder tritt ein Hitlerjunge aus der Reihe, dumpfe Trommelwirbel erdröhnen bei seinen Worten zur Ehrung der Toten. ‚Die Liebe zu Deutschland muss in uns weiter bleiben.‘ So sagt er abschließend, und dann wirft Ortsgruppenleiter Thiele zum ehrenden Gedenken an die Helden des Weltkrieges und der Bewegung einen Kranz in die lodernden Flammen.
Die Feuerrede hält Ortsobmann Klaes. Er führte u.a. in dieser aus: Hier stehen wir angetreten unter dem freien Himmel unseres Landes und haben in der tiefsten Nacht des Jahres unser Feuer entfacht als Zeichen des heiligen Glaubens an die ewige Wiederauferstehung unseres Blutes. Wir haben den Glauben an die Unsterblichkeit unseres Volkes beschworen. Jetzt sind wir angetreten, um auch hier unser heiliges Gelöbnis zu Führer, Volk und Vaterland zu erneuern. Nichts Größeres ist uns gegeben, als dieses Deutschland, nichts Größeres als unser Volk. Kein anders Unterpfand der Ewigkeit ist uns auf Erden über antwortet als diese unsere Heimaterde, die ewig Frucht für uns tragen wird, als unser Volk, in dem ewig unser Blut weiterleben und blühen muss Wenn heute auf allen Höhen und Hügeln unseres geliebten Landes die Feuer von Ferne zu Ferne grüßen, wenn sie diesen alten deutschen Himmel lehren, wie groß, wie einig und zukunftsgläubig dieses Volk geworden ist, dann wollen wir unser Bekenntnis zu unserem ewigen Deutschland erneuern: Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk -/Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht -/Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache -/Dem Volk - dem Recht/und seiner Sprache treu/fand uns der Tag,/wird jeder Tag uns finden.
Den Dank an den Führer, das Bekenntnis zum unvergänglichen heiligen Reich deutsche Nation, das Adolf Hitler geschaffen hat, brachte der Ortsgruppenleiter in einem dreifachen Sieg-Heil, in das die Festteilnehmer einstimmten, zum Ausdruck. Dann erklangen als Gelöbnis abschließend die Nationallieder der Deutschen in den abendlichen, vorn Feuerschein erhellten Himmel hinaus. Geschlossen, wie der Zug anmarschierte, zog er wieder zur Stadt zurück, wo er sich vor dem Haus der NSDAP auflöste.“