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Ereignisse
1938
Oktober

Richtfest des HJ-Heims Hilden

Das „Rheinische Volksblatt“ berichtet:

„Richtbaum auf dem HJ-Heim. Ein würdiges Richtfest - Im Januar Fertigstellung. Vom Richtbaum auf dem Dachgerüst des HJ-Heimbaues am Hagelkreuz wehen die bunten Bänder im Wind.

Von der Eingangshalle flattert das Banner der HJ.-Hakenkreuzfahnen schmücken das Baugelände, auf dem am Samstag um 17 Uhr das Richtfest stattfand. Zu diesem fanden sich Bürgermeister Schomburg, Ratsherr Klaes als Vertreter des verhinderten Ortsgruppenleiters, die Stadträte, Zellenleiter, Ratsherren, Oberbannführer Neupert von der Gebietsführung, Bannführer Klosek, Vertreterinnen des BdM, Vertreter der örtlichen HJ, des BdM und Jungvolks, die Architekten Dr. Hentrich und Heuser sowie die Gefolgschaftsmitglieder der an dem Bau beteiligten Firmen ein. Sie alle hieß Bürgermeister Schomburg zu Beginn willkommen.

Am 19.3.1938 sei, so betonte er, der Grundstein zu dem Neubau des HJ-Heims gelegt worden. Damals habe der Führer seine österreichische Heimat, die deutsche Ostmark, ins Reich heimgeführt. Am Tage des Richtfestes kehre Sudetendeutschland zum angestammten Vaterland zurück. Nach Dankesworten an die Schöpfer der Baupläne und an die Baufirmen sowie ihre Gefolgschaftsmitglieder führte der Bürgermeister aus, dass es für sie alle gewiss eine große Freude sei, an einem Bau mitgewirkt zu haben, in dem nach seiner Fertigstellung die Jugend zu nationalsozialistischen Männern und Frauen erzogen werde. Sein Wunsch, so schloss er, sei, dass das HJ-Heim dazu beitragen möge, den nationalsozialistischen Geist nach dem Willen des Führers von Jugend zu Jugend weiterzutragen.

Der Beauftragte für Heimbeschaffung bei der Gebietsführung, Oberbannführer Neupert, sagte, dass, wenn wir heute im Gebiet ein weiteres Richtfest an einem HJ-Heim feiern, uns ein besonderer Stolz erfülle. Denn wir wüssten, dass eine solche Veranstaltung letzten Endes nichts anderes sei als Ausdruck einer guten Zusammenarbeit zwischen Partei, Stadtverwaltung und Hitlerjugend. Diese sei heute die Repräsentantin der Jugend eines großen und mächtigen Deutschlands. Dieses neue Heim würde ihrer Bedeutung und ihren großen Aufgaben Rechnung tragen. Hier in Hilden erhalte die Jugend des Führers die Räume, die diese benötige. Dafür dankte der Vertreter der Gebietsführung dem Ortsgruppenleiter, dem Bürgermeister und der gesamten Stadtverwaltung.

Zimmermann Mertens sprach alsdann vom Dachgerüst der Eingangshalle den selbstverfassten Richtspruch, in dem er die Bedeutung dieses Neubaus in schlichten Worten würdigte. In Vertretung des verhinderten Ortsgruppenleiters ergriff darauf Ratsherr Klaes das Wort. An einem geschichtlich großen Tage stehen wir hier, so führte er aus, um das Haus unserer Hitlerjugend zu richten Wir sind stolz und freudig, dass wir ihr dieses schöne Heim in dieser großen Zeit bauen können. Es soll den kommenden Generationen eine Erinnerung an das Jahr der Schaffung Großdeutschlands sein. Das HJ-Heim wird eine Stätte sein, von der der Kampfgeist des Nationalsozialismus in alle Zukunft in die Jugend getragen wird. Pg. Klaes schloss mit dem Treuegruß an den Führer, den Schöpfer und Gestalter Großdeutschlands.

Nach dem Gesang der Nationalhymnen versammelten sich die Teilnehmer an dieser Feier im HJ-Heim zu einem schlichten Richtschmaus, bei dem Ratsherr Klaes im Namen der Ortsgruppe allen an dem Bau Beteiligten für ihr Werk Dank sagte, auf das auch sie stolz sein könnten. Namens der Bauarbeiter dankte Maurer Pohlmann der Stadtverwaltung für diese Feier, die die Leute vom Bau mit verschiedenen Darbietungen verschönerten. Nun werden in und am HJ-Heim die letzten Arbeiten ausgeführt. Man hofft, sie bis Januar beenden zu können, so dass seine Einweihung und Eröffnung voraussichtlich zum 30. Januar 1939 erfolgen kann.“

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