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Ereignisse
1938
Dezember

Im Dezember 1938 erscheint das neue Buch von Baldur von Schirach "Revolution der Erziehung",das in überarbeiteter Form Reden der vergangenen Jahre zusammenstellt. Am 16. Dezember 1938 wird es im Westdeutschen Beobachter vorgestellt .

Als zentraler Punkt des Buches stellt der WB das Resümee der fünfjährigen Arbeit der HJ sowie die Vorstellung der weiteren Erziehungsziele heraus. Als besonders wichtig werden dabei Schirachs Ausführungen zur Schule herausgegriffen, die anderen Themen zu u.a. Theater, Architektur und Literatur werden nur angerissen.

Bei der Schule erwartet Schirach, ohne auf "Patentlösungen" zu setzen, eine Anpassung an die neuen politischen Gegebenheiten erwartet. So formuliert er als Ziele "die nationalsozialistische Schule, der nationalsozialistische Lehrer und der nationalsozialistische Unterricht". Dabei setzt er weniger auf eine "Verwandlung des Lehrstoffes als der Lehrmethode". Der HJ gehe es damit um eine"stärkere Herausarbeitung des Erzieherischen" und nicht um eine "Änderung des organisatorischen Schulbetriebs".

Angesichts der Tatsache, dass es 1938 einen starken Lehrermangel und Nachwuchsprobleme bei den Lehramtskandidaten gibt, skizziert Schirach den Plan des "Jugendführers, der gleichzeitig Lehrer ist". Damit soll zugleich seine Forderung nach einer nationalsozialistischen Erziehung unterstützt werden.

Die Schule mit ihrer "autoritativen Wissensvermittlung" wird als nicht adäquat für eine Jugend, die sich in "freiwilliger Selbstdisziplin in die Formationen und den Dienst der Hitler-Jugend einordnet", abgelehnt. Diese Jugend könne nur dann die Schule nicht als "Gegensatz zum Leben" empfinden, wenn ihr auch durch sie "Ehrfurcht und Begeisterung" vermittelt werde. "Das Buch des Reichsjugendführers [...] zeigt die Wege, die zur Erreichung des Zieles der Einheit zwischen Erziehung, Schule und Leben gegangen werden muss."

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