Die Fahrt, die durch das Grenz- und Auslandsamt des Gebietes Mittelrhein sorgfältig vorbereitet worden ist, muss wegen der Sudetenkrise um einige Tage verschoben werden. Da zunächst nicht klar ist, ob die Fahrt überhaupt wie geplant durchgeführt werden kann, reisen die Teilnehmer zunächst nach Wien.
Der Bericht über den Aufenthalt, den der Westdeutsche Beobachter am 18. Oktober 1938 veröffentlicht, gerät zu einer Art Legitimierung der nationalsozialistischen Politik während der Sudetenkrise. In Wien nämlich, so der WB, seien die Fahrtteilnehmer auf die ersten sudentendeutschen Flüchtlinge gestoßen, vor allem Frauen und Kinder, denen man "jahrelange Not und schreckensreiche Tage nur zu deutlich" angesehen habe. Sie hätten nur das "nackte Leben" retten können und würden nun zur Erholung ins Innere des Reiches gebracht. Ihre Männer stünden "an der Grenze im Freikorps, um die Scholle zu verteidigen".
Nach einer Übertragung der Sportpalastrede Hitlers und einer Kundgebung auf dem Heldenplatz, wo Gauleiter Bürckel "das Bekenntnis der Ostmärker zum bedingungslosen Kampf des Führers um das Recht der sudetendeutschen Brüder ablegte", schließen sich die HJ-Angehörigen einem Fackelzug durch Wien an.
In der folgenden Zeit erleben die Jugendlichen dann eine großangelegte Propagandaaktion in Wien, bei der die neuesten Meldungen über angebliche "Grausamkeiten der Tschechen" per Lautsprecher von Radiogeschäften oder über die Großlautsprecher der Partei auf den Straßen übertragen werden. Die Meldung über die Konferenz in München nehmen sie mit einem "Aufatmen" zur Kenntnis, nicht zuletzt, da sie nun nach Ungarn weiterfahren können, statt nach Köln zurückkehren zu müssen. Die geplante Anfahrt auf der Donau fällt jedoch aus, angeblich weil "die Tschechen es nicht unterließen, auf Schiffe fremder Nationalität zu schießen".
In Budapest ist die Stimmung offenbar auch angespannt, doch die Münchner Verhandlungen würden angeblich auch hier erleichtert aufgenommen. Als Deutsche würden sie "überall zuvorkommend behandelt, meistens sogar freundlich und begeistert begrüßt". Dabei würde darauf verwiesen, dass viele Ungarn Deutsch sprächen, "die alte deutsch-ungarische Waffenbrüderschaft ist nicht vergessen".
In Budapest nimmt die HJ Kontakt zur Gesandtschaft auf, besucht den Landesgruppenleiter der NSDAP, Konsul Graeh, und erhält Unterstützung durch den "reichsdeutschen Landesjugendführer" Engel, der dafür sorgt, dass sie immer von Hitlerjungen des Standortes Budapest begleitet werden.
Von Budapest aus unternehmen die Jugendlichen u.a. Ausflüge in "deutsche Siedlungen, die seit 400 Jahren bestehen und von dort eingewanderten Schwaben gegründet wurden". In einem Gasthof in einem dieser Dörfer wird ein Abend mit den "Volksdeutschen" verbracht, die selbst noch nie in Deutschland waren, jedoch angeblich "glücklich und begeistert" sind, "von der Heimat zu hören".
Von Ungarn aus geht die Fahrt weiter nach Jugoslawien.