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Ereignisse
1938
Oktober

Einweihung des Hacketau-Heims in Köln-Mülheim

Das Infanterie-Regiment 16, Freiherr von Sparr "Hacketau" beschließt bereits vor der Machtübernahme, ein Gefallenenehrenmal zu errichten, das nicht allein ein Denkmal sein soll, sondern zugleich einen Gebrauchswert besitzt. Zunächst wird an den Bau einer Jugendherberge gedacht, doch dieser Plan wird später, als die Heimbauaktion der HJ anläuft dahingehend geändert, dass nun ein Heim für die HJ gebaut werden soll.

Dieses Heim entsteht im Laufe des Jahres 1938 im Mülheimer Stadtgarten, finanziert durch Spenden des Regiments, durch Zuschüsse des Regierungspräsidenten und des Oberpräsidenten der Rheinprovinz sowie durch die Übernahme eines Großteils der Baukosten und die Bereitstellung des Grundstücks durch die Stadt Köln. Das 3600 Quadratmeter große Gelände gehört zu dem für die Erweiterung des Stadtgartens vorgesehenen Gelände, das zuvor Reichsbahngebiet war und dann von der Stadt Köln in einem Austausch erworben wurde.

Hier entsteht parallel zum Parkweg und zur Oskarstraße ein langgezogenes Gebäude mit einem vorgelagerten Aufmarschplatz und einem rückwärtig gelegenen Appellplatz. Im Haus befindet sich eine Ehrenhalle mit einem Mosaik des Malers Wilhelm Geißler und dem Spruch "Geboren als Deutscher, gelebt als Kämpfer, gefallen als Held, auferstanden als Volk". Hinter der Halle gelangt man in einen Lesesaal, in dem auch Erinnerungsstücke des Regiments ausgestellt sind. Der linke Gebäudeflügel beherbert die Räume für die Jungen, der rechte die der Mädchen. Im Mädchentrakt ist im Obergeschoss zudem eine Hausmeisterwohnung untergebracht.

Die Heimeinweihung findet anlässlich der 125-Jahr-Feier des Infanterie-Regiments Freiherr von Sparr Nr. 16 "Hacketau" statt, zu der sich am 8./.9. Oktober 1938 4000 ehemalige Soldaten und Kriegsteilnehmer in ihrer alten Garnison in Köln-Mülheim treffen.

Nach den Feierlichkeiten des Regiments am Samstag wird am Sonntag das Heim übergeben. Dazu finden sich zahlreiche Teilnehmer aus Partei, HJ und Bevölkerung ein. In seiner Ansprache erläutert Oberstleutnant Schultze die Entstehungsgeschichte des Heims und führt aus, dass das Gebäude zugleich als Mahnmal zu verstehen sei. "Pflicht der deutschen Jugend sei es, das Erbe der Toten des Krieges und der Bewegung zu wahren."

Anschließend wird das Haus der Stadt Köln übergeben, welche es durch den Kreisleiter der örtlichen HJ unter Führung von Jungbannführer Willi Rüttgers zur Verfügung stellt.

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