Herbsttagung der mittelrheinischen HJ-Führer
Ende September ruft Gebietsführer Hohoff die Abteilungsleiter der Gebietsführung und die Bann- und Jungbannführer des Gebietes Mittelrhein zu einer Arbeitstagung im HJ-Heim in Honnef ein. Der Stabsleiter des Gebietes, Bannführer Klein, eröffnet die Arbeitsbesprechung mit einem Referat, in dem er u.a. auf die Themen Flugmodellbau, Gebietsführerschule, Führertagungen in den Bannen und Jungbannen sowie Schulungswochen in den Gefolgschaften eingeht. Anschließend berichten einzelne Abteilungsleiter über ihre Arbeit. Besonderes Interesse finden die Ausführungen über den Leistungssport der HJ, der innerhalb der Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen organisiert ist, jedoch "im Geist und in der Haltung der HJ" durchgeführt werden soll.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagung ist dem Ausbau der Sonderformationen gewidmet. Zudem wird die Ausbildung von Geländesportwarten und Schießwarten in allen Bannen und Jungbannen angekündigt.
Gebietsführer Hohoff lobt in einem Rückblick die gute Durchführung der Sommerlager, die nicht nur ein erneutes Anwachsen der Teilnehmerzahlen zu verzeichnen gehabt hätten, sondern auch hinsichtlich von Organisation, Sauberkeit, Ordnung, Diensteinteilung und Gesundheitsführung tadellos gewesen seien.
Für 1939 kündet Hohoff eine neue Ordnung der Fahrtengruppen und Zeltlager an: Bis zum 12. Lebensjahr sollen keine Teilnehmer aus dem Jungvolk ins Zeltlager kommen, für sie stünden die Vorbereitungsarbeit für die Pimpfenprobe und das DJ-Leistungsabzeichen im Vordergrund. Für das 12. bis 14. Lebensjahr kämen Zeltlager und zunächst Tagesfahrten infrage, zudem einige mehrtägige Fahrten in die engere Heimat. Die 14- bis 18-Jährigen könnten ins Zeltlager und auf Großfahrt in alle Teile des Reiches gehen. Zudem führten HJ- und DJ-Führer Grenz- und Auslandsfahrten durch. Für die Führerauslese bleibe Nideggen als fester Bestandteil bestehen.
Als Parole der Arbeit in den Herbst- und Wintermonaten verkündet Hohoff den "Kampf der Phrase".