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Ereignisse
1938
März

HJ Mittelrhein wirbt für Heime

Nach der Ausrufung des zweiten Baujahres der HJ durch Baldur von Schirach am 2. März 1938 wirbt der Westdeutsche Beobachter am 6. März für Verständnis für die weitere Heimbauaktion. 1937 seien 543 Heime vollendet worden, 1400 seien im Bau oder in der Planung, doch die HJ benötige 50.000 Heime.

Die HJ sei dabei, ihrer Gemeinschaft und damit ihrem Dienst einen festen Mittelpunkt zu schaffen. Die Heime wolle sie zu "Burgen des Friedens" machen. Es könne für die Gemeinschaft eines "Volksstaates keinen schlagenderen Beweis ihrer Friedensliebe geben als das Geschenk der Heime an ihre Söhne und Töchter, damit beide in ihnen zur Friedensliebe und zugleich zur ständigen Bereitschaft für die Nation erzogen werden".

Das geeinte Volk wisse, dass seine Jugend immer so denken werde, wie sie in ihren Heimen denken lerne. Daher werde die Parole "Baut der Jugend Heime" auch verstanden und unterstützt.

Die Heime sollen als "Bauten des ganzen Volkes" und damit auch während des Baus als "Leistung der Gemeinschaft" verstanden werden.

Die HJ habe die Forderung nach würdigen Heimen nicht im Jahr der Machtübernahme erhoben, sondern erst fünf Jahre gezeigt, zu welchen Leistungen und Taten sie fähig sei. In der Zeit sei sie in alten, unzulänglichen Unterkünften geblieben. Heute bestreite niemand mehr die "gewaltigen Arbeitsergebnisse" der HJ, und daher sei die Frage, warum die HJ Heime brauche, nicht mehr berechtigt.

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