Schwere Angriffe im Oktober
In der Chronik der Kölner Volksschule Neusser Straße heißt es für den Oktober 1944:
„Im Oktober erlebt Köln die bisher härtesten Luftangriffe. Ein Mehrfaches an Bombentonnenlast ging allein in diesem Monat auf das Stadtgebiet hernieder als während der bisherigen Gesamtkriegsdauer. Nicht weniger als zehnmal wurde Köln im Wehrmachtsbericht im Oktober genannt, was auf 20 bis 25 Angriffe schließen lässt. Wasser, Licht und Gas fehlen. Die Bevölkerung des nördlichen Stadtteils sucht mehr denn je Schutz im Bunker des Grünen Hofs. Die elektrischen Bahnen verkehren nicht mehr. Die werktätige Bevölkerung muss zu Fuß oder mit Kraftfahrzeugen sich zu den Arbeitsstätten begeben. Die Ernährung der Bevölkerung ist das z.Zt. schwierigste Problem. Deshalb sollen alle Kinder mit ihren Müttern u. die nicht erwerbstätigen Menschen Köln verlassen u. sich entweder zu Bekannten u. Verwandten begeben oder sich in die Aufnahmegaue verschicken lassen. Wer hier keinen Arbeitsplatz nachweist, bekommt demnächst keine Lebensmittelmarken mehr.“