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Ereignisse
1944
Juni

KLV-Elternbrief berichtet über „Pimpfendivision“

Im „Sachsengruß. Elternbrief der Erweiterten Kinderlandverschickung“ wird in der Juni/Juli-Ausgabe 1944 über die „Pimpfendivision“ berichtet:

„SS-PK. An einem Schwerpunkt der Westfront steht die SS-Panzerdivision ‚Hitler-Jugend‘. In den ersten Tagen des übermächtigen Ansprungs der Anglo-Amerikaner erhielten die jungen Freiwilligen ihre Feuertaufe. Nich im vorbereitend-flüchtigen Geplänkel - in der härtesten Schmiede, im Tanz der Schlachtschiffbreitseiten und in den Flächenwürfen der Viermotorigen wurden aus den unberschwert-frischen Soldaten binnen Stunden Kämpfer geformt. Hart wurden in den ersten Tagen der Invasion ihre Gesichter, härter noch ihre Herzen.

Sie sind bekannt unter den Westfrontdivisionen, und aus der Frage: ‚Gehörst du zur Pimpfendivision‘, war nie eine Anzüglichkeit zu spüren. Selbst der Gegner, harte, kriegskundige, unsentimentale Kanadier, erkennt durch seine vorsichtige Kampfführung die soldatische Überlegenheit der blutjungen SS-Männer an. Die Gefangenen wundern sich immer wieder über den Geist und die verblüffende Erfahrung der ‚Blitzmänner‘, und ihre Bezeichnung ‚the baby-division‘ sprechen sie nur mit respektvoller Scheu aus. ‚Anfangs haben wir gelacht über sie‘, berichtet ein Sergant aus Quebeck, ‚jetzt müssen wir staunen, wo ihr Deutschen nach fünf Jahren Krieg noch eine solche Jugend herhabt.‘

Und er ist sehr verwundert, als wir ihm klarmachen, dass das zu einem Teil Englands Werk sei. Viele der Jungen kommen aus den bombardierten Städten, in ihnen ist der Hass gegen England in den letzten drei Jahren gewachsen wie ihr Verstand und Körper. Sie standen schon als Helfer der Flak inmitten ihrer brennenden Heimat, jetzt ist ihre Stunde da, ihr persönliches Konto auszugleichen.“

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