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Ereignisse
1944
Juni

Besprechungen wegen Schulverlegungen

Am 12. Juni 1944 findet in köln eine Besprechung mit den Stadtschulräten zu den Schulverlegungen statt. In einer Besprechungsnotiz heißt es, dass die Schulleiter zunächst alle drei Wochen die verschickten Schüler und Lehrer besuchen und über die Verhältnisse berichten sollen. Ebenso sollen die Stadtschulräte in die Aufnahmegebiete reisen, um sich „über die mit der Aufnahme der Kinder gemachten Erfahrungen“ zu informieren. Die verschickten Kinder sollen durch Kölner „Werklehrer“ zusätzliche Betreuung „z.b.im Basteln, Flugmodellbau usw.“ erhalten.

Die Gauamtsleitung der NSV soll klären, wie die „Nachverschickung“ von Kindern organisiert werden kann, deren Eltern sich erst später, nach bereits erfolgter Schließung und Verlegung der Schule, zur Verschickung ihrer Kinder entschlossen haben. („Durch die intensive Werbetätigkeit der Schulleiter und Lehrenden werden bei den geschlossenen Schulen laufend Kinder zur Nachverschickung angemeldet.“)

Oberturnlehrer Jansen und Oberluftschutzführer Münch sollen feststellen, „welche Schule aus Gründen der Luftschutzsicherheit für eine Verlegung noch in Frage kommen“.

In einer weiteren Besprechung wird am 14. Juni 1944 Folgendes erörtert:

„Härtefälle“ bei Schulverlegungen sollen vom Oberpräsidenten entschieden werden, wenn es sich um Angehörige Höherer Schulen handelt. Bei Volks-Haupt-und Mittelschulen entscheidet der Regierungspräsident.

Zur Nachverschickung teilt ein Funktionär der NSV-Gauamtsleitung teilt mit, dass seine Dienststelle für die Nachverschickung zuständig sei und sich die Schulleiter persönlich mit der NSV-Gauamtsleitung in Verbindung setzen müssten, damit die Transporte durchgeführt werden können.

Hinsichtlich von Missständen bei der Unterbringung von Schülern durch Quartiermangel werden die Schulleiter gebeten, Bericht zu erstatten.

Verlegung von Hauptschulen: Da die Hauptschule eine „Pflichtschule“ sei, könnten Kinder, die an ihrer Verlegung nicht teilnehmen, nicht auf Volksschulen „zurücküberwiesen werden“.

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