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Ereignisse
1944
Juni

Besprechungen zu Schulverlegungen

In den ersten Junitagen 1944 finden in Köln aus Anlass der Schulverlegungen mehrere Besprechungen statt.

Am 1. Juni wird u.a. über die Abordnung von Lehrkräften in KLV-Lager im Rahmen der Verlegungen von Kölner Schulen gesprochen. Die Lehrkräfte werden entweder in KLV-Lager entsandt oder zur Betreuung der 6 bis 10-jährigen Kinder eingesetzt, die innerhalb des Gaues Köln-Aachen bei Familienpflegestellen untergebracht werden. Die Leiter der verlegten Schulen sollen die Kinder ihrer Schule besuchen, „um die Verbindung mit der Heimat aufrecht zu erhalten“.

Die Schulen Balthasarstraße und Berliner Straße werden wegen ausreichender Luftschutzeinrichtungen von der Verlegung ausgenommen. Stattdessen wird die Schule Pestalozzistraße geschlossen und an den für die Balthasarstraße vorgesehenen Ort verlegt.

In einer Besprechung „mit den Lehrkräften der für die Schulverlegung in der 2. Etappe vorgesehenen Schulen“ werden diese am 2. Juni 1944 nachdrücklich aufgefordert, die Eltern vom Sinn der Verschickungsaktion zu überzeugen. „Alle Einwände der Eltern müssen (...) ausgeräumt werden, und wenn hier jede Lehrkraft bis zum letzten ihre Pflicht tut, wird die Elternschaft sich ihrer Verantwortung bewusst sein und ihre Kinder restlos in die Aufnahmeorte mitverschicken lassen.“

Die Dringlichkeit der Verschickung wird mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die Luftgefährdung Kölns begründet. „Es wird erwartet, dass bei den von den Schulleitungen zu erstattenden Meldungen keine Meldung über die Beteiligung an der Schulverlegung abgegeben wird, die nicht weit über 50% der Schüleristzahl liegt.“

Lehrer wird gegen die Verschickung keine Einspruchsmöglichkeit gewährt.

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