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Ereignisse
1944
Mai

Religiöse Betreuung im Allgäu

Am 2. Mai 1944 teilt der Rheinische Provinzialausschuss für Innere Mission Schwester Luise von Ameln in Kaufbeuren im Allgäu mit:

„Nun zu Ihrem Vorschlag wegen eines allgemeinen Schreibens an die Eltern. Mit Freuden nehmen wir Ihr Anerbieten an, dass Sie einen solchen Gruß schreiben, in dem Sie den Eltern etwas über den in Oberbayern eingerichteten Religionsunterricht erzählen. In dem Brief könnte dann gesagt werden, dass einzelne Kinder sich noch etwas zurückhielten und dass es darum gut sei, wenn die Eltern auch ihrerseits in ihren Briefen die Kinder immer wieder ermahnten, jede Gelegenheit zu benutzen zu Gottesdienstbesuch und der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht. Nicht ganz einfach ist die Frage, wie weit man in einem solchen vervielfältigten Brief auf die Beeinflussung der Kinder durch die katholischen Pflegeeltern eingeht. Wir hoffen, dass Sie damit einverstanden sein können, wenn Herr Pastor Ohl gegebenenfalls Ihren Entwurf später erst einmal durchsieht. Vielleicht müsste man das, was in einzelnen Fällen darüber zu sagen ist, dem persönlichen Briefwechsel mit einzelnen Eltern überlassen. (...)

Wir haben uns mit einer Gemeindeschwester in Essen in Verbindung gesetzt, die viel Kinder- und Jugendarbeit hat, und die gefragt, ob sie uns wohl einen Gruß der Heimatkirche an die evakuierten Kinder schreiben möchte. Wir hoffen, dass sie es tun wird und werden dann diesen Gruß vervielfältigt Ihnen schicken.“

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