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Ereignisse
1944
Januar

Werbung für Schulverlegungen

Im „Westdeutschen Beobachter“ wird am 10. Januar 1944 für die KLV, insbesondere für Schulverlegungen geworben. Ein angebliches Gespräch der Zeitung mit Kreisamtsleiter Scherer, dem Schulinspekteur des Gaues Köln-Aachen für KLV-Lager, soll die Eltern davon überzeugen, daß die Kölner Kinder in Niederschlesien gut untergebracht und versorgt sind.

Wieder werden die wichtigsten Kriterien für die Lagerqualität aufgezählt: Gute Verpflegung, gesundheitliche Betreuung, Unterrichtung durch Lehrkräfte aus den Heimatschulen: „‚Es wird in den Lagern durchweg so gut gekocht, wie ein Haushalt in der Stadt gar nicht kochen kann‘, sagt uns Pg. Scherer. Es hat Gewichtszunahmen in einem halben Jahre von 28 bis 30 Pfund gegeben. (...)

Früher schickten die reichen Leute ihre Kinder in Schullandheime und mussten noch viel Geld dafür bezahlen. Heute ist jeder Familie in den luftgefährdeten Gebieten Gelegenheit geboten, ihre schulpflichtigen Kinder in diesen gut und sicher unterzubringen, ohne dass ihnen dadurch Kosten entstehen.

Den Eltern wird außerdem die Möglichkeit geboten, von Zeit zu Zeit in Sonderzügen nach Niederschlesien zu fahren und ihre Jungen und Mädel zu besuchen.

‚Wer seine Kinder wirklich lieb hat, der schickt sie in dieser Zeit entweder zu Verwandten (...) oder in ein KLV-Lager', sagte uns kürzlich ein alter Erzieher.“

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