Bericht zur Situation der LWH
Am 31. Juli 1944 berichtet Betreuungslehrer Cardaun einer nicht genannten Schule aus dem Kölner Raum über die Situation der von ihm betreuten Luftwaffenhelfer:
„Zu A) Die Fürsorge für die LwH ist entsprechend den Umständen einwandfrei. Wo sich Mängel zeigen, werden sie bereitwillig und mit tunlichster Beschleunigung abgestellt.
Zu B) Soweit die militärischen Notwendigkeiten es zulassen, findet der Unterricht regelmäßig statt. Fortschritt des Unterrichts leidet sehr darunter, dass meistens nur ½ bis 2/3 anwesend sind. Versäumnis wegen Freizeit, Wache, Revier und Abkommandierung. Interesse der LwH am Unterricht ist gut außer bei 6 an der Brücke, die sich erst in aller letzter Zeit auf Grund von Zusammenarbeit mit der Batterie reifer verhalten.
Zu C) Für den naturwissenschaftlichen Unterricht fehlt es an Experimentiermöglichkeit. Experimentierkästen mit den grundlegenden Versuchen könnten hier allein Abhilfe schaffen, nachdem die Verlegung dieses Unterrichtes in die Schule sich als undurchführbar erwiesen hat, zumal auch die Schule in der Physik viele Grundversuche nicht gestattet.
Zu D) Die Zusammenarbeit mit den militärischen Dienststellen ist einwandfrei. Es fehlt mit dringend ein wasserdichter Mantel, damit ich nicht durch Erkältungen zu vermeidbaren Unterrichtseinschränkungen gezwungen werde.“