Bericht des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zur Situation der LWH
Am 11. Mai 1944 berichtet das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zur Situation der Luftwaffenhelfer:
„A. Fürsorge
Fürsorge/Vermeidung gesundheitlicher Schäden: Geht in Ordnung, mindestens 8 Stunden Schlaf, gute und auskömmliche Verpflegung.
Fürsorge/Körperpflege: Keine Klagen
Fürsorge/Unterbringung: Gut, in Baracken, die sicher gegen Splitter sind, geheizt, am Eingang fließendes Wasser.
Fürsorge/Beurlaubung der LWH: Wird gemäß den Vorschriften durchgeführt.
B. Erziehung und Unterricht
Durchführung des Unterrichts: Gestört durch häufige Alarme, sonst reibungslos.
Arbeitsstunden: Stößt gelegentlich auf Schwierigkeiten, die aber bei allseits vorhandenem guten Willen stets zu beheben sind.
Freizeitgestaltung und Erhaltung der geistigen Aufnahmefähigkeit: Wenig Freizeit infolge der häufigen Alarme, Bücher und Radio vorhanden, auch brauchbare Vorträge durch R.O.A. [?] der Batterien.
Disziplinarfälle: Kein Disziplinarfall in 6r, 5g, 5a und Schülern der Oberschule Porz vorgekommen.
C. Organisatorische Arbeit der Betreuungslehrer
Räume und Lehrmittel: Unterrichtsräume sauber, elektrisches Licht gelegt in Unterkunftsbaracke. Tafel und Kreide.
Überwachung der Teilnahme am Unterricht: Streng überwacht, genaue Führung der Klassenbücher, die vom Batterie-Chef und dem Betreuungslehrer mitgeprüft werden.
Zusammenarbeit der Fachlehrer untereinander und der Betreuungslehrer mit den Stammschulen: Gewährleistet, [unleserlich] Unterricht in der Stammschule.
D. Zusammenarbeit mit Dienststellen und Einheiten der Luftwaffe
Kameradschaftliche, gute Zusammenarbeit, bisher ohne jede Reibung.“