Musische Wettbewerb der HJ
Am 5. April 1944 berichtet der „Westdeutsche Beobachter“ in Person von Willi Braun, Stammführer in der Gebietsführung Köln-Aachen, über den „musischen Wettbewerb der HJ“ vor dem Hintergrund des Luftkrieges. Der Wettbewerb, dessen Disziplinen von Laienspielen bis zur Erstellung von Kriegstagebüchern reichen, wird dadurch gerechtfertigt, dass das deutsche Volk „nach dem Siege (...) einer Epoche der kulturellen Blüte entgegengeht“.
„Darum ist der musische Wettbewerb nicht etwa eine unliebsame Störung des Kriegseinsatzes, sondern wir schlagen auf dem Register unserer Menschenführung nur eine neue Taste an, über die bisher nur gelegentlich ein Finger flüchtig streifte. (...) Die Überlegenheit der deutschen Kunst und Kultur ist eine einmalige in der Welt. (...) Die deutsche Jugend ist nun - mitten im Krieg - aufgerufen, diese Schätze zu mehren.“
Der Wettbewerb sei Ausdruck der Siegeszuversicht und des „Willens, dass Deutschland die Heimat aller Kultur bleibt“.