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Ereignisse
1944
Januar

LWH-Unterricht durch eingezogene Lehrkräfte

Lehrer, die als Soldaten bei Flakeinheiten dienen, sollen zur Unterrichtung von Luftwaffenhelfern eingesetzt werden. Oberstudiendirektor Halfmann schreibt an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz:

„1. Der Sachbearbeiter bei der Flakgruppe Köln ist grundsätzlich bereit, die infrage kommenden Lehrer möglichst zum Unterricht heranzuziehen. Die Batteriechefs erhalten Anweisung, die Soldaten für Unterrichtsstunden laufend freizumachen. Eine Festsetzung einer bestimmten Wochenstundenzahl ist aus militärisch-dienstlichen Gründen zwar nicht möglich, doch wird es sich durchführen lassen, dass die angegebenen Studienräte und Assessoren ein oder zwei Fächer mit bis zu 6 Wochenstunden als selbständigen Unterricht übernehmen. Einzelheiten müssen zwischen den Batteriechefs und den Anstaltsleitern bezw. Betreuungslehrern vereinbart werden.

Über den Umfang des zu übernehmenden Unterrichts kann erst nach dem 15.2.44 berichtet werden, wenn die z.Zt. noch in Ausbildung befindlichen Schüler für den Unterricht freigegeben werden.

2. Die Zugehörigkeit der in der Liste aufgeführten Lehrer zu den einzelnen Flakgruppen habe ich festgestellt. Die Betreuungsdirektoren sind benachrichtigt, Namen und Daten ihnen angegeben worden. Es handelte sich nur um die Flakgruppen Aachen, Brühl und Wuppertal, sowie um das Scheinwerfer Regt. 84.“

Viel Erfolg ist dem Vorhaben aber offensichtlich nicht beschieden. Am 5. April 1944 berichtet der Kölner LWH-Koordinator Halfmann an das Oberpräsidium in Koblenz: „Das bisherige Ergebnis beim Einsatz von Lehrkräften höherer Schulen, die sich zur Zeit als Soldaten bei Luftwaffeneinheiten befinden, ist recht dürftig. Durch Versetzungen und Dienstbeanspruchung war in den meisten Fällen eine Beschäftigung überhaupt nicht durchführbar. Zur Zeit verhandle ich mit dem Sachbearbeiter der Flakgruppe Köln über eine Neuregelung.“

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